Kräutergarten in unserem Kräuterhotel

Kräuter aus dem eigenen Garten

Was gibt es Schöneres, als die Früchte der eigenen Arbeit zu genießen? Mit Liebe hegen und pflegen wir unseren Kräutergarten, der im Sommer aromatisch duftet. Dann summt und brummt es emsig rund um die Sonnenklause. Wir laden Sie recht herzliche dazu ein, uns in unserem Kräutergarten zu besuchen!

Auf Ihrem Teller finden sich die Früchte unserer Arbeit in Form von hausgemachten Kräuterprodukten wieder. Wildkräuterpesto oder Bergbärlauchpesto mit altem Gunzesrieder Bergkäse sowie eingelegte Kapuzinerkresse-Samen als Kapern-Ersatz eröffnen ungeahnte Geschmackserlebnisse.

Die „Kräuterhexe“ – ein Gartenkräutersirup für Limonade oder als warmer Seelenwärmer – erfreut sich bei Groß und Klein höchster Beliebtheit. Und unser hausgemachtes Holunderchutney schmeckt anstelle von Preiselbeeren hervorragend zu Wild und Käse. Lassen Sie sich überraschen und begeben Sie sich mit uns auf eine kulinarische Entdeckungsreise.

Bärwurz

Obwohl Bärwurz bereits selten geworden ist, bleibt sie durch den bayrischen Kräuterschnaps gleichen Namens doch im Gedächtnis. Sie ist eine wichtige Zutat im Magenbitter. Seit dem Mittelalter wird die Bärwurz in Klostergärten gezogen, als auch getrocknet in Kräutersalz. Bei allen Pflanzen, die das Wort „bär“ in sich tragen, handelt es sich um ganz besondere Kräuter, die die Kraft und Stärke des großen Bruders in sich tragen und starke, erneuernde Wirkungsmechanismen aufweisen. Die äußerst feingliedrigen, dunkelgrünen Blätter riechen beim Zerreiben stark nach Anis. Es schmeckt sehr gut zu Fischgerichten, als auch getrocknet in Kräutersalze.

Brennnessel

Hildegard von Bingen sagte über das wunderbare Unkraut: „Ein Mensch der gegen seinen Willen vergesslich ist, nehme die brennende Nessel und zerstöre sie zu Brei, setze dem eine mäßige Menge Olivenöl zu, reibe, wenn er zum Schlafen geht, seine Brust und beide Schläfen damit kräftig ein. Er soll das oft machen und die Vergesslichkeit nimmt ab.“ Nesselsamen sind ein Mittel besonderer Art. Sie regen die Körperfunktion an. Die Samen können vielerlei Anwendung finden: auf Brot gestreut, in Brot gebacken, auch im Salatdressing oder wie bei uns geröstet auf dem gebratenem Ziegenfrischkäse.

Quendel

Überall dort, wo man mit Thymian in der Küche würzt, kann man stattdessen auch den Quendel verwenden. Er hat etwas weniger ätherische Öle wie Thymian und würzt milder. Quendel passt besonders gut zu allen Hühnergerichten, Fisch und Garnelen, zu Wild und Kartoffeln oder an heißen Tagen als Eiskreation zubereitet. Hildegard von Bingen: „Wenn das Gehirn krank und leer ist, pulverisiere Quendel und vermische das Pulver mit den Speisen, so wird es besser werden. Ein Mensch, dessen Körperfleisch grindig ausschlägt, esse ebenfalls oft davon, es wird innerlich gereinigt und geheilt.“

Giersch

Neben der Brennnessel ist Giersch eines unserer ältesten Wildgemüse. Aus jungen Gierschblättern lässt sich Wildsalat oder Wildspinat zubereiten. Getrocknete oder frische ältere Blätter sind ein Petersilienersatz und aromatisieren Gemüse, Beilagen oder Suppen. Überall dort, wo Petersilie passt, schmeckt auch Giersch. Die Doldenblütler lassen sich als Würze und schöne Deko einsetzen. Schon im Mittelalter wurde die Pflanze als Heilmittel gegen Gicht und Herzgefäßerkrankungen eingesetzt. Vor allem bei Beschwerden im Fußbereich war Giersch beliebt. Das Zipperleinskraut ergibt einen Heiltee für Frühlingskuren. Der Sud aus dem getrockneten Kraut kann ein Mittel bei Gichtkrankheiten und schlecht heilenden Wunden sein.

Dost

Dost ist meistens Bestandteil des Kräuterbündels, das man früher in vielen Kulturen gegen böse Einflüsse um den Hals hängte. Dem Neugeborenen wird Dost in die Wiege gelegt. Dies hat seinen Ursprung in der Legende, nach der Jungfrau Maria aus dem Kraut ein Lager für das Jesuskind bereitet hat. Im Stall oder im Haus aufgehängt, nimmt der Dost bösen Wünschen die Kraft. Dost wird in der Küche wie Garten-Majoran verwendet, hat aber einen herberen und kräftigeren Geschmack. Das Heilkraut ist als Gewürz zu dunklem Fleisch, Soßen und bei der Wurstherstellung denkbar. Beim Grillen aufgelegte Doststängel geben einen unaufdringlichen Majorangeschmack.